Abschied vom Balkongarten

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Heute habe ich die letzten Stengel vom Salbei gerupft, den Rosmarin zurückgeschnitten und die Johannisbeeren zusammen unter der Winterfolie platziert. Das Gartenjahr auf dem Balkongarten ist definitiv vorbei.

Ich bin immer wieder überrascht, wie viele mittlerweile nahezu professionell ihren Balkongarten bewirtschaften. Dieses Jahr waren Tomaten das große Thema bei den IronBloggern, beim MunichLovesU-Event, beim pub’n’pub und vielen anderen Treffen (die ersten Früchte ließen seeehr lange auf sich warten), ich fachsimpelte über den richtigen Rückschnitt von Johannisbeeren und betrauerte meine Brombeere. Urban Gardening ist kein Trend mehr, sondern Alltag. Der sehr viel Spaß macht.

Im Februar begannen wir, die ersten Samen anzuziehen, gesammelte Chili- und Habanerosamen des letzten Jahres, im März folgten die Tomaten und Paprika. Und dann mussten wir lange warten, denn das Wetter war dieses Jahr extrem launisch. Erst nach Ostern trauten wir uns, zumindest die Chili nach draußen zu stellen, die Tomaten kamen erst nach der kalten Sophie im Mai an die frische Luft. Derweil hatten wir schon Oregano, Rosmarin, Thymian und Majoran gepflanzt (der Salbei hatte Gott sei Dank den Winter überlebt) und Basilikum und Rukola ausgesät.

Jeden Tag nach der Arbeit nun also die Freude, den Pflanzen beim Wachsen zuzusehen, mit wenigen gezielten Schnitten das Wachstum zu fördern, nach mehrmaligem Hin- und Herschieben den richtigen Standort für alles zu finden und am Wochenende in der eigenen grünen Oase seinen Morgenkaffee zu trinken – unbezahlbar.

Nun sind alle Tomaten, Paprika und Kräuter abgeerntet, die Chili- und Habanero sind zum Überwintern auf die Fensterbank umgezogen und alles, was den Winter überstehen kann, hat seinen Ruheposition unter der Folie eingenommen. Der Balkongarten darf sich ausruhen, und wir beginnen dann schonmal mit der Planung fürs nächste Jahr. Vielleicht versuche ich mich nochmal an den Bohnen.

Autor: Kitty

Büchermachender Bücherwurm mit feministischen Tendenzen und einer dunklen Vergangenheit im Bildungswesen. Kommuniziert viel, gerne und macht das irgendwie auch beruflich.

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