Sketchnotes, meine Liebe

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Ich zeichne, seit ich in der Lage bin, einen Stift halten zu können. Eigentlich gab es bis ich etwa Anfang 20 war keinen Moment, in dem ich nicht irgendwo irgendetwas gezeichnet hätte. Notizbücher, Schulfhefte, Zeichenblöcke, Einkaufszettel, nichts war vor mir sicher.

Dann kam die erste Aufnahmeprüfung an der Kunsthochschule. Dann die zweite. Und die Erkenntnis, dass nur zeichnen zu können und wollen nicht reicht. Mit Eintreten von Plan B – Geisteswissenschaft – habe ich die Stifte nur noch zum Unterstreichen der Uni-Skripte verwendet. Trotz, vielleicht? Enttäuschung, sicherlich.

Und doch. Es fehlte.

Die Leichtigkeit, mit der ich früher ohne Ziel einfach drauflos zeichnete, war fort.  Ab und zu tauchte mal eine kleine Zeichnung am Rande eines Blatt Papiers auf, eine flüchtige Skizze, ein bisschen Gekritzel beim Telefonieren. Irgendwie dachte ich, dass ohne eine größere Aufgabe dahinter, ohne eine Ziel, das Zeichnen keinen Sinn hat.
Und dann kam meine erste republica, und mit ihr die Session über Sketchnotes.
Da war es, mein Ziel: Dinge, die ich mir merken möchte, Notizen von Vorträgen oder einfach nur Visualisierungen von Ideen, optisch ansprechend festzuhalten.

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re:publica 2014 – Sascha Lobo „Rede zur Lage der Nation“

Was für einen wunderbare Möglichkeit, Kreativität auszuleben! Ich hatte Feuer gefangen.

re:publica 2014 – Sascha Lobo „Rede zur Lage der Nation“

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stArtCamp 2014 – Tanja Praske „Bloggen im Museum“

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stArtCamp 2014 – Frank Tentler „Projekt Wunderland“

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Heart House Member Club – Klaus Volk „Die Wahrheit vor Gericht“

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rp:TEN „Die Macht der Bilder“

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Man braucht nicht immer das große Ziel, um etwas zu tun, was einem Spaß macht. Sketchnotes machen unheimlich Spaß. Natürlich könnte ich jetzt hochprofessionel Kurse besuchen, mich hinsetzen und üben, um perfekte Bilder zu zeichnen. Aber es heißt nicht umsonst „sketch“ notes. Die Skizze ist das Verführerische an dieser Technik, das Unperfekte, mit dem flüchtige Gedanken festgehalten werden. Und damit komme ich meiner früheren Leichtigkeit endlich wieder nahe, die ich immer mit dem Zeichnen verbunden habe.

Autor: Kitty

Büchermachender Bücherwurm mit feministischen Tendenzen und einer dunklen Vergangenheit im Bildungswesen. Kommuniziert viel, gerne und macht das irgendwie auch beruflich.

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  1. Pingback: Nochmal Sketchnotes – was Zeichnen Positives bewirken kann – © by Kitty

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