Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.

4. November 2016
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Hamburg, Sekt und Selbsterkenntnis

Ich sitze in Hamburg in meinem Hotelzimmer, noch ganz beseelt von einer tollen Lesung, und sinniere vor mich hin. Es gab Sekt und Häppchen, wie es sich für eine ordentliche Buchpremiere so gehört, alle waren freudig entspannt, und gemeinsam stießen wir darauf an, dass das Buch seit dieser Woche auf der Spiegel-Bestsellerliste steht.

Es ist nicht der erste Sekt diese Woche, auch in der Arbeit hatten wir schon einen Grund zum anstoßen gefunden. Als wir schon einmal dabei waren, packte jede der Kolleginen noch einen weiteren Grund drauf. Für mich war es, dass sich mein erster Arbeitstag bei Random House jährte – ein Jahr schon, erst C.Bertelsmann und nun seit September Penguin. Ich könnte glücklicher nicht sein, was dieses eine Jahr alles mit sich gebracht hat. Weiterlesen →

14. August 2016
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Durchatmen und Abschalten

Ich beginne wirklich, die Berge zu lieben. Also nicht nur zum Angucken, sondern auch zum sich darin Bewegen. Und wie es der Zufall so wollte, verschlug es uns über das lange Wochenende (Bayern hat mal wieder einen Feiertag) nach Kirchberg in Tirol. 

Das Wetter meinte es mehr als gut mit uns, wie man an dem Blick vom Filzerhof ins Tal sehen kann. Und der heutige Weg hinauf auf den Gaisberg belohnte uns sogar mit freier Sicht auf das Kitzbüheler Horn und den Wilden Kaiser. 

In letzter Zeit war alles etwas hektisch, viele Neuigkeiten waren zu verdauen, gute wie auch schlechte. Da passte es ganz gut, dass ich auf der Jahresversammlung der jungen Verlagsmenschen einen Workshop bei Frank Berzbach genießen durfte, der mich an das bereits seit längerem bei mir herum liegende Buch von ihm erinnerte. Darin zitiert er den Verhaltenstherapeut Andreas Knuf:

Stress bedeutet, dass wir am einem anderen Ort sein möchten, als da, wo wir uns gerade befinden. 

Es dauert keine Stunde nach meiner Ankunft, da war der Stress der letzten Tage weg. Ich war komplett hier. Der Blick auf die majestätischen Berge, die klare Luft, die Ruhe – ich war da, allein nur weil ich anwesend war. Samstag dann die erste kleine Tour, Mittagessen auf dem Filzerhof. Nur ich und der Aufstieg, die Sonne und die Aussicht. Und von Stress war keine Spur mehr.

Heute waren wir dann zusammen unterwegs. Der Gaisberg sollte es sein. Völlig unbedarft gingen wir den Schildern folgend den Weg entlang, der schon nach der zweiten Kurve in den kühlen und schattigen Wald führte. Und auf einmal maximale Steigung hatte. 

Man erinnert sich in solchen Situationen unwillkürlich an Weisheiten aus der Kindheit. Von Beppo dem Straßenkehrer beispielsweise. Ein Schritt nach dem nächsten. Und der nächste, und der nächste, bis die Straße zu Ende ist. Also setzten wir Fuß vor Fuß, bis wir oben waren. Wir wurden belohnt. 

Stolz, nach oben gekommen zu sein, durchgehalten zu haben. Glücklich über das toller Wetter. Überwältigt von der Aussicht. Ganz im Moment. Und ich beginne, die Berge zu lieben. 

31. Juli 2016
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Urlaub

Erstmal: Urlaub.

Mülleimer Titelbild

19. Juni 2016
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Müll mich nicht voll

Ein wesentlicher Teil der Entwicklung, die ich in den letzten Monaten durchlaufen habe, war zu erkennen, warum mich bestimmte Dinge an mir selbst stören. Was genau es ist, was ich an mir nicht leiden kann – und warum nicht. Eines dieser Dinge war etwas, was wir alle tun, manche mehr, manche weniger: wir tun Dinge nebenbei, ohne uns darüber bewusst zu sein, was diese Handlung bewirken wird.

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12von12

12. Juni 2016
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# 12von12 – ein langweiliger Junisonntag in Bildern

Jeden Monat, am 12., findet das #12von12 statt. Hintergründe und die Idee an sich findet man hier generell erklärt, die Versionen von vielen anderen Menschen findet man hier.

Ich selbst versuche jeden Monat zumindest ein paar Eindrücke meines Tages festzuhalten, meist gelingt es mir aber tatsächlich nicht, ganze 12 Motive zu finden (und jeden Monat meinen Schreibtisch zu knipsen ist mir dann doch zu albern).

Heute, am 12. Juni, waren es immerhin 6 Bilder 7 Bilder, die ich zustande gebracht habe.

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to dos vs. Quality Time

5. Juni 2016
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Der Sonntag, die Quality Time und ich

Sonntag, 19:19 Uhr. Gerade war es gefühlt noch 10 Uhr morgens, als ich mehr oder weniger mit Elan aufgestanden bin und überlegt habe, wie ich den Tag verbringen will. Bis zum üblichen Skype-Date mit den astiküssen um 11 Uhr war die Zeit schnell rum (Anziehen dauert sonntags immer so überraschend lange), die Skype-Session schon um 12 Uhr erfolgreich zum Abschluss gebracht. Das schreit doch quasi nach einem Tag voller Spaß und Quality Time mit mir selbst, vor allem, da der anhaltende Regen es einem ja sehr einfach macht, zu Hause zu bleiben.

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Rituale: Morgens ein Glas Wasser trinken

29. Mai 2016
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Die Macht der Rituale – geht es auch ohne?

Seitdem das Thema „Achtsamkeit“ in den Medien immer häufiger jenseits der Psychologie- und Esotherik-Magazine auftaucht, wird auch gerne beschworen, dass Rituale für die persönliche Entwicklung unheimlich wichtig sind. Seien es die Morgenrituale erfolgreicher Frauen, der von manchen zelebrierte rituelle Mittagsschlaf oder der abendliche Ritus rund um die Körperhygiene, bevor man sich zur Ruhe bettet: alles und jedes scheint nun nicht mehr einfach nur eine Tätigkeit zu sein, sondern wird bei mehrfacher gleichartiger Ausführung gleich zum Ritual stilisiert. Der Gebrauch dieses kleinen Wortes erscheint mir dabei mitunter fast schon inflationär. Weiterlesen →

Fleißbildchen

22. Mai 2016
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Nochmal Sketchnotes – was Zeichnen Positives bewirken kann

Das Zeichnen von Sketchnotes habe ich zu Beginn nur als Technik zur Illustration von Vorträgen und Lesungen verwendet, immer dann, wenn die Gelegenheit sich ergab. Erst spät kam ich auf die Idee, die kleinen Zeichnungen auch wieder in meinen Alltag zu integrieren.

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