Calm – Bergsse

21. Mai 2017
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Just Breathe – Alltagsfluchten mit Calm

Wie sehr mich Yoga beruhigt, habe ich ja an anderer Stelle schon beschrieben. Teil meiner Yogastunden ist auch immer wieder die Meditation. Lange Zeit hatte ich keinen Zugang dazu, nur da zu sitzen und einfach nur zu atmen. Meine Gedanken fuhren gefühlt noch mehr Karussell als sonst, weil nichts mich von ihnen ablenkte. Trotzdem versuchte ich es immer wieder, vor allem, weil ich öfter in Interviews und Artikeln auf für mich interessante Personen stieß, die die Meditation für sich entdeckt hatten.

Im Frühjahr hatte ich ein nettes Feierabendgespräch in geselliger Runde; neben diversen Themen kamen wir auf unrühmliche Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt zu sprechen, eine Bekannte und ich redeten uns in Rage. Unser Gegenüber hörte ruhig zu und meinte schließlich, als wir beide Luft holen mussten: „Seit ich meditiere, regt mich sowas nicht mehr auf.“

There’s an App for that – Calm

Da war es wieder. Meditation als Möglichkeit, Stress und Unmut zu bekämpfen. Also las ich mich ein wenig in das Thema ein und lernte, dass es noch viele andere Arten der Mediation gibt, als ich im Yoga-Studio kennengelernt hatte. Und was mach Kitty, wenn sie was Neues ausprobieren möchte? Genau, erst mal den App-Markt durchforsten. Dank diverser toller Testberichte war dann tatsächlich der erste Versuch gleich ein Treffer: Calm.

Calm – Home

Calm – Homescreen

Was ich nämlich beim Testen einiger Apps festgestellt habe: Mir fallen geführte Meditationen leichter als freie. Dafür ist Calm perfekt, denn es bietet neben einer täglichen Meditationseinheit von 10 Minuten auch verschiedene, meist 7-tägige, geführte Meditationen, um in die Praxis reinzukommen. Es gibt Programme zur Stressbewältigung, gegen Schalfstörungen, zur Fokussierung, und viele weitere; die „7 Days of Calm“ sind dabei auch in der kostenlosen Variante verfügbar, ebenso wie die täglichen Meditationen. Nach den genannten 7 Tagen war ich tatsächlich so angefixt, dass ich mir einen Pro Account für die anderen Programme zugelegt habe!

Gutes zur Gewohnheit machen

Meditieren gehört nun seit einigen Wochen zu meinem Morgenritual (so ich denn rechtzeitig aufstehe, seien wir ehrlich) und ich meine zu merken, dass es mich ruhiger macht, gelassener. Nein, ich sitze nicht auf einmal 10 Minuten am Stück da und denke an gar nichts. Ich denke eigentlich die ganze Zeit, immer wieder kommen Gedanken aus dem Nichts, während ich einfach ein- und wieder ausatme. Der Unterschied ist, ich werde immer besser darin, das zuzulassen, es zu merken und wieder zu meinem ursprünglichen Rhythmus zurückzukehren – mich wieder auf meinen Atem zu konzentrieren, ein und aus.

Ein. Eins. Aus. Zwei. Ein. Eins. Aus. Zwei.

Und auch im stressigen, hektischen Alltag gönne ich mir nun immer öfter eine buchstäbliche „Atempause“; ich halte inne in dem was ich tue, stoppe das Gedankenkarussel und atme einfach ein und wieder aus. So simpel, so gut.

Sending 💙 to everyone who is hurting today. #DailyCalm

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Waterman-Fueller

15. April 2017
nach Kitty
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Blau auf Weiß – Eine Liebeserklärung an den Füller

Es mag seltsam anmuten in diesen digitalen Zeiten, eine Liebeserklärung an einen Füller zu schreiben. An ein Schreibgerät, dass für viele nur noch eine Erinnerung an die Zeiten ist, als man noch Noten auf seine Handschrift erhielt und es kaum abwarten konnte, bis man endlich, endlich! mit Kugelschreiber schreiben durfte – der laut einhelliger Meinung sowohl von Eltern als auch von Lehrern bei zu früher Nutzung das Schriftbild für immer versaue. Auch ich bin diesem Reiz des Verbotenen erlegen und freute mich über jeden Kugelschreiber, dessen ich habhaft werden konnte. Doch bald schon merkte ich, dass nichts an das Schreibgefühl eines Füllers herankam, dass zwar für simple Notizen oder eine schnelle Einkaufsliste der Kuli seinen Dienst erfüllt, dass aber für alles Schriftliche, was länger als einen Tag Bestand haben soll, der Füller ein viel angenehmeres Schriftbild und Schreiben ermöglicht.
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9. April 2017
nach Kitty
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Die Yogastunde

Der Wecker klingelt. Rumdrehen. Spontan den Plan für Frühsport umschmeissen, mal wieder, noch etwas liegen bleiben. So müde. Sport kommt eh heute Abend. Dösen, denken, wegdriften. Endlich aufstehen, das Gedankenkarussell fängt an sich zu drehen, erstmal an den Schreibtisch, Rechnungen schreiben, Überweisungen machen. Das Handy erinnert mich an die Meditation – keine Zeit, duschen, anziehen, fertigmachen. Aus dem Haus hetzen, schon wieder so spät, schnell noch ein Brötchen auf die Hand, Frühstück vorbereiten ist gestern wieder flach gefallen.

In der Tram Podcast hören, Selbsoptimierung, natürlich, der Lifecoach erzählt von Zielen im Leben. Schön wärs.

Am Schreibtisch, Rechner an, Kaffee holen, los geht‘s, oder auch nicht, erstmal noch den Artikel auf dem Handy fertig lesen, dann Mails bearbeiten, Dinge freigeben, Leuten absagen, Leuten zusagen. Noch ein Kaffee. Lachen mit der besten Kollegin der Welt, sich vor der großen Tagesaufgabe drücken, noch ein Kaffee. Dann endlich, Oh Gott schon elf?, das Projekt weitermachen.

Schon Mittagessen, danach Kaffee, vielleicht doch einmal ein Wasser zwischendurch? Der Nachmittag verfliegt, das Projekt geht voran, oh, in einer halben Stunde kommt die Post, schnell noch Pakete fertig machen. Die Zeit rast, schnell schnell, noch die offenen Aufgaben abschließen, Wettlauf gegen die Uhr, die Uhr gewinnt. Zur Sbahn hetzen, das wird wieder eine Punktlandung. Die Treppe runter, zur Ubahn, gerade fährt sie ein, rein, Tür zu. Im Laufschritt ins Studio, umziehen, als letzte noch in den Raum schlüpfen. Matte ausrollen. Einatmen. Ausatmen.

Einatmen.
Ausatmen.
Om.
Om.
Om.

Der Atem fließt. Die Muskeln werden warm. Einatmen. Arme hoch, Arme senken. Ausatmen. Nach vorne beugen, dehnen. Den Körper drehen, nach links, nach rechts. Einatmen, die Beine heben, das Blut fließt in den Kopf, ausatmen, die Beine senken. Sich Wirbel für Wirbel aufrichten, Kraft im Rücken sammeln, sich strecken, wieder auf den Rücken legen. Jeden Muskel anspannen, jeden Muskel entspannen. Tief einatmen. Tief ausatmen. Mein ganzer Körper ist entspannt. Ich bin entspannt.

Sanft wieder in der Wirklichkeit ankommen. Die Matte zusammenrollen. In aller Ruhe umziehen, om, schönen Abend noch. Ich trete auf die Straße und gehe nach Hause. Nein. Ich schwebe nach Hause. Die Entspannung trägt mich. Zumindest für diesen einen Abend.

13. März 2017
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Ich arbeite in der Buchbranche, ich lese nicht

Es mag verrückt klingen, aber immer wieder habe ich dieses Gefühl: Ich komme nicht zum Lesen. Für jemanden, der in der Buchbranche arbeitet, natürlich ein Ding der Unmöglichkeit. Immerhin erscheinen  allein in dem Verlag, in dem ich das Glück habe zu arbeiten, jeden Monat (!) 5-7 neue Titel. Auch in anderen Verlagen unseres Hauses kommen viele tolle und spannende Bücher heraus. Die werden in unserem In-House-Buchladen so toll präsentiert und machen jedes Mal Lust, das Gehalt gleich an Ort und Stelle für neuen Lesestoff auszugeben. Und dann gibt es ja noch die vielen vielen anderen tollen Verlage, die großartige Bücher auf den Markt bringen, so dass man eigentlich gar nicht weiß, wo man anfangen soll mit Lesen. Weiterlesen →

Erfolgsfaktor Schlaf

6. März 2017 nach Kitty | Keine Kommentare

Nach drei Tagen, in denen ich mehr geschlafen als irgend etwas anders gemacht habe, kommt mir dieses Video wieder in den Sinn:

Mal sehen, wie erfolgreich ich morgen in die Arbeitswoche starte.

One Pot Pasta

6. Februar 2017
nach Kitty
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Von Zeitfressern und der One Pot Pasta

Seit 4 Wochen sind wir nun wieder im Lande, und man könnte meinen, so langsam geht wieder alles seinen gewohnten Gang. Wir arbeiten wieder, nehmen wieder Termine wahr, die Buchhaltung steht wieder an, und wir waschen statt Ladungen voller Urlaubswäsche wieder nur das, was unter der Woche angefallen ist. Weiterlesen →

Torres del Paine / Paine Grande

23. Januar 2017
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Wenn einer eine Reise tut …

… dann kann er was erzählen. Tatschlich weiß ich gar nicht so genau, wo ich mit dem Erzählen anfangen soll. Bei der faszinierenden Einsicht, dass man sich wirklich auf den ersten Blick in eine Stadt verlieben kann – und die nächste dafür umso mehr verabscheut? Oder bei der unglaublichen inneren Ruhe, die der Blick auf die Berge in Patagonien bietet? Oder vielleicht doch bei dem wahnsinnigen Moment, wenn man mitten im Nirgendwo einer 10.000m² großen Salzwüste steht?

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Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.

4. November 2016
nach Kitty
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Hamburg, Sekt und Selbsterkenntnis

Ich sitze in Hamburg in meinem Hotelzimmer, noch ganz beseelt von einer tollen Lesung, und sinniere vor mich hin. Es gab Sekt und Häppchen, wie es sich für eine ordentliche Buchpremiere so gehört, alle waren freudig entspannt, und gemeinsam stießen wir darauf an, dass das Buch seit dieser Woche auf der Spiegel-Bestsellerliste steht.

Es ist nicht der erste Sekt diese Woche, auch in der Arbeit hatten wir schon einen Grund zum anstoßen gefunden. Als wir schon einmal dabei waren, packte jede der Kolleginen noch einen weiteren Grund drauf. Für mich war es, dass sich mein erster Arbeitstag bei Random House jährte – ein Jahr schon, erst C.Bertelsmann und nun seit September Penguin. Ich könnte glücklicher nicht sein, was dieses eine Jahr alles mit sich gebracht hat. Weiterlesen →